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Schloss Wilhelmsthal

Schloss Wilhelmsthal

ein beliebter Ort auch für Konzerte aller Art

Die Planung zu der prachtvollen Rokoko Parkanlage mit Wasserspielen begannen bereits im Jahre 1743, als der Landgraf Wilhelm VIII. das Grundstück erbte. Noch im selben Jahr begannen die Bauarbeiten am Grottenkanal und der Grotte selbst.
Das Schloss wurde von François de Cuvilliés als locker gefügte Dreiflügelanlage ausgeführt. Die Gestaltung der Fassaden lässt bereits leichte Tendenzen des Klassizismus erkennen. Erst 1756 übernimmt Simon Louis du Ry die Bauführung. Von ihm stammen die vorgelagerten Wachhäuser. Die Entwürfe für das Innere gehen ebenfalls auf Cuvilliés zurück. Der Bildhauer Johann August Nahl (der Ältere) schuf die kostbaren Wandvertäfelungen und viele Stukkaturen.
Das Schloss kann im Rahmen von täglichen Führungen besichtigt werden.

Die Grotte

mit den Wasserspielen

Die Gartenanlage wurde als fächerförmiges Dreiachsensystem geplant. Durch den Siebenjährigen Krieg kamen die Arbeiten zum Ruhen. Entgegen den Regeln liegt das Schloss an der tiefsten Stelle des Parks. Um 1800 wird der Park zu einem Landschaftspark weiterentwickelt. Aus den Steinen der Kaskaden der Mittelachse wird ein gotisierender Aussichtsturm gebaut. Aus der Anfangsphase ist noch die Grotte erhalten. Ursprünglich war sie mit Muscheln und Glas reich dekoriert. Der vor ihr liegende Kanal wurde erst nach dem 2. Weltkrieg wieder rekonstruiert. Das Wasser der Fontänen bildet noch heute einen Anziehungspunkt in der Parkanlage.
Schloss Wilhelmsthal ist mit Schloss Wilhelmshöhe in Kassel über die so genannte Rasenallee fast geradlinig verbunden.
Der Park ist ganzjährig bis zum Einbruch der Dunkelheit frei zugänglich.

Schloss Wilhelmshöhe

Schloss Wilhelmshöhe

Das heutige Schloss entstand 1786-1798 nach Entwürfen der Architekten Simon Louis du Ry (Weißensteinflügel) und Heinrich Christoph Jussow (Mittelteil und Kirchflügel), unter Landgraf Wilhelm IX., dem späteren Kurfürst Wilhelm I.. Als Vorbilder gelten Schloss Wanstead und Prior Park in England. Geplant und ausgeführt wurde das Schloss, als zum Park geöffnete weit ausgreifende Dreiflügelanlage. Die Seitenflügel sind langgestreckte, schmale Bauwerke mit halbrunden Ausbauten an den Schmalseiten. Die Mitte der Langseiten werden durch Risalite mit je acht frei vorgestellten Säulen, die beide Obergeschosse umfassen, betont; abgeschlossen durch vasengekrönte Attiken.

Herkules

Wie der Herkules auf den Berg kam

Tagestour

Im Jahr 1701 wurde mit dem Bau des hochgelegenen Herkules und den vorgelagerten Kaskaden begonnen. Landgraf Karl und sein italienischer Architekt Giovanni Francesco Guerniero schufen eine Wasserachse nach dem feudalen Zeitgeschmack des Barock, die am 3. Juni 1714, dem ersten Sonntag des Monats, erstmals mit Wasserspielen öffentlich präsentiert wurde.

Löwenburg

Löwenburg

im Bergpark

Sie entstand nach Entwürfen von Heinrich Christoph Jussow zwischen 1793 und 1800, also Jahrhunderte nach der eigentlichen Bauphase von Burgen in Deutschland. Sie ist eine Nachahmung einer mittelalterlichen englischen Ritterburg und wurde, romantisch historisierend, bewusst als verfallende Teilruine errichtet.

Bauherr der Löwenburg war Landgraf Wilhelm IX. (später Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel). Zunächst nur als ruinöser Turm mit Nebengebäude geplant, entstand schließlich eine komplette Burganlage, die sich um einen Innenhof gruppiert.
Die Löwenburg diente Wilhelm IX. als Wohnsitz für seine Geliebte, Frau von Schlotheim, die spätere Reichsgräfin Hessenstein. 1821 wurde er in einer Gruft unter der Burgkapelle bestattet.

Orangerieschloss

Orangerieschloss

in der Karlsaue

Das heutige barocke Schlosses wurde ab etwa 1702 nach französischen Vorbildern errichtet, als Architekt gilt der landgräfliche Hofbaumeister Johann Conrad Giesler.

Das Hauptgebäude ist 139,40 Meter lang und als niedriger Bau mit einem höheren, zweigeschossigen Mittelteil und zwei höheren, dreigeschossigen Eckpavillons ausgeführt worden.
Landgraf Karl plante, das Hauptgebäude der Orangerie mit mehreren, etwas abseits stehenden Pavillonbauten zu säumen. Zu seinen Lebzeiten wurde aber nur das Marmorbad am westlichen Ende der Orangerie ausgeführt (1722), ein Prunkgemach, das außer zur Präsentation zahlreicher Marmorbildwerke von Pierre Etienne Monnot keinem praktischen Zweck diente und heute im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Erst 1765 wurde durch den Bau des Küchenpavillons, der dem Marmorbad östlich gegenüber steht, durch Simon Louis du Ry die Symmetrie des Bauwerks wiederhergestellt.